Das Museum für sakrale Kunst

"Musée de France" seit 2002


Das Museum für sakrale Kunst befindet sich im 1. Stock des Südflügels der ehemaligen Benediktinerabtei. Die Abtei war ein Ort, der seit dem 17. Jahrhundert viele Veränderungen erfahren hat, weil ein Gericht, ein Strafgerichtshof und ein Gefängnis untergekommen waren. Heutzutage kann man noch immer die Reste der Beschriftungen auf den Zentralpfeiler sehen. Die im Museum aufbewahrten Objekte haben eine besondere Stellung. Ein Großteil der Objekte stammt nicht nur aus Museen, sondern auch aus von den Gemeinden des Departements Meuse getätigten Hinterlegungen. Dies erlaubt ihnen, ihr Eigentumsrecht an den hinterlegten Objekten zu behalten und diese jederzeit für den Bedarf bei Gottesdiensten und für die örtlichen Festen zu haben. Mit dieser Maßnahme soll ein Kulturerbe, welches oft Opfer von Diebstähle und Beschädigungen ist, geschützt und aufbewahrt werden. Des Weiteren kann es so einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden, weil das religiöse Erbe geringgeschätzt ist und als für die Öffentlichkeit schwer zugänglich gilt. Ungefähr 600 Objekte wurden durch Spenden oder Käufe von dem Departement Meuse erworben. Das Museum ist in drei nach verschiedenen Themen und in chronologischer Reihenfolge angeordneten Teilbereichen eingeteilt, um die Entwicklung der Gestaltungsformen und der Stile der sakralen Kunst vom Mittelalter bis der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu vergegenwärtigen. 

So findet man :

      .   einen Raum mit Goldschmiedekunst (Messkelche, Kreuze, Monstranzen, Reliquiaren...)

      .   einen Raum mit Bildhauerei (Statuen von Jungfrauen und Heilige...) 

      .  einen Raum, der gewidmet temporärem Ausstellungen gewidmet ist.


Goldschmiedekunst - Religiöse Gegenstände


Bildhauerei - Verehrung und Volksfrömmigkeit


Die Geschichte dieses schönen Museums

Das 1998 eröffnete und seit 2002 als "Musée de France" gekennzeichnete Museum für sakrale Kunst von Saint-Mihiel ist das Ergebnis einer komplexen Geschichte. 1906 wurde ein erstes Museum als "Musée Principal Ligier Richier" unter der Führung des Rechtsanwalts Henri Bernard gegründet und in der Halle der Benediktinerabtei aufgebaut. Es stellte Abgüsse aus der Ligier-Richier-Kunstschule sowie einige Gemälde aus. Während des Ersten Weltkriegs war das Museum Opfer von Plünderungen. Dennoch konnte es dank der staatlichen Zuwendungen und den Spenden der Stadt von Nantes als die "Patenstadt" von Saint-Mihiel teilweise wiederaufgebaut werden. Das Museum wurde am 11. November 1911 eröffnet, wurde aber während des Zweiten Weltkriegs erneut geplündert. Ein zweites Museum wurde 1957 über folgende vier Hauptthemen gegründet: die Geschichte von Saint-Mihiel, Ligier Richier, die Gemälde und ein letzter Teil mit bunt zusammengewürfeltem Inhalt. Trotzdem war dieser Versuch von kurzer Dauer, da das Museum 1960 geschlossen wurde. Ein letztes Projekt wird 1991 gestartet. Sieben Jahre später führt dieses zu der Eröffnung des Museums für sakrale Kunst, wie Sie es heute entdecken können.


 

Das Museum ist für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich


Entdecken Sie die Statue der heiligen Elisabeth – eine Restaurierungsgeschichte (video auf Französisch)

Latitude : N 48° 53' 18.826"

Longitude : E 5° 32' 27.771"

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